Pilotveranstaltung "Wald erben und vererben"

Prognosen zeigen, dass in den Jahren bis 2030 mit einer Zunahme der Waldbesitzübergänge zu rechnen ist. Rund ein Drittel der Privatwaldfläche Bayerns wird in den kommenden 15 Jahren eine/n neuen Eigentümer/in erhalten. Immer weniger Waldbesitzer verfügen dabei über forstliches Wissen und Fertigkeiten, immer mehr Waldbesitzer leben entfernt vom Waldort – die Rede ist immer häufiger von „neuen“ Waldbesitzern. Die Initiative "mein Wald" hat zusammen mit der WBV Dinkelsbühl eine Veranstaltung speziell rund um das Thema "Wald erben und vererben" erprobt.

Ziel der Veranstaltung war es, neuen Waldbesitzern die Ansprechpartner vor Ort vorzustellen sowie langjährige Waldbesitzer mit Wissenswertem und Tipps rund um eine geregelte Waldnachfolge zu informieren. Bei der Übergabe von Waldbesitz können bei rechtzeitiger Auseinandersetzung mit der Besitznachfolge zahlreiche Probleme vermieden werden. Routinen, Vorgehensweisen und Ansprechpartner der Waldwirtschaft werden dem/r Nachfolger/in vermittelt, wenn diese/r frühzeitig miteinbezogen wird, Familien-Fortwirtschaft lautet das Stichwort. Erbengemeinschaften stellen das Problem zu vieler bzw. keines festen Verantwortlichen dar, Aktivitäten im Wald unterbleiben bzw. erfolgen oft zäh, statt zeitnah wann erforderlich. Bereits die Waldbesitzvorgänger können dafür Sorge tragen, dass ein zentraler Verantwortlicher für den Wald eingesetzt wird, im Rahmen einer Übergabe oder der Regelung des Nachlasses. Forstliche Handlungsfähigkeit und aktiver Waldbesitz können auf diese Weise gesichert werden.