Waldbesitzerinnentag in Buttenheim

Rund 40% des bayerischen Privatwaldes sind im Besitz von Frauen. Bei Informationsveranstaltungen und Waldbesitzerschulungen treten allerdings meist nur Männer in Erscheinung. Um dies zu ändern organisierten die zuständigen Försterinnen und Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg sowie der Waldbesitzervereinigungen Bamberg, Fränkische Schweiz, Kreuzberg und Steigerwald nun am 29.4.2016 einen Waldbesitzerinnentag für die Region. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Bauernverband, der Berufsgenossenschaft (SVLFG) und der Initiative „mein Wald“ organisiert und durchgeführt.

Das Programm ging gezielt auf den unterschiedlichen Wissensstand der Teilnehmerinnen ein - von der Anfängerin bis zur Forstexpertin. Für alle gab es an diesem Tag das passende Angebot (siehe Flyer). So konnten im Buttenheimer Gemeindewald auf kleinstem Raum die unterschiedlichsten Waldbestände durchlaufen werden. So wurden Themen wie Naturverjüngung, Waldpflege, Einsatz von Maschinen und Arbeitssicherheit mit praktischen Beispielen verdeutlicht.

Insgesamt konnten mit Hilfe der SVLFG und der Initiative „mein Wald“ rund 3000 Waldbesitzerinnen aus den Landkreisen Forchheim und Bamberg angeschrieben und eigeladen werden. Mit 140 Teilnehmerinnen war die Veranstaltung außerordentlich gut besucht. „Wir sind sehr positiv von der großen Resonanz der Waldbesitzerinnen überrascht. Die Veranstaltung wurde sehr interessiert aufgenommen. Es gab nur positive Rückmeldungen. Selbst das etwas kühlere Wetter hat die positive Stimmung nicht getrübt. Der erstmals durchgeführte Waldbesitzerinnentag war ein voller Erfolg!“ zieht Dr. Andreas Knorr Behördenleiter des AELFs Bamberg Bilanz. „Aus Sicht der beteiligten Waldbesitzervereinigungen konnte das Ziel – das Interesse unserer Waldbesitzerinnen durch ein speziellen forstlichen Informationstag zu stärken und Wege aufzuzeigen, die die Bewirtschaftung des eigenen Waldes möglich machen – erreicht werden. Vielfach wurden von den Teilnehmerinnen weitere spezielle Schulungen gewünscht“ so Frau Angelika Morgenroth 1.Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Bamberg.

Die Befragung der Teilnehmerinnen zeigen, dass rund 40% nicht mit den Leistungen des AELFs bzw. der WBVen vertraut sind aber 65% einen Handlungsbedarf im eigenen Wald sehen. Daher sind spezielle zielgruppenorientierte Angebote der richtige Weg inaktive Waldbesitzerinnen für eine aktive Waldpflege zu gewinnen.

 

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