Bayerns Wälder

Die Fläche des Freistaates ist zu einem Drittel bewaldet. Mit 2,5 Mio. Hektar ist Bayern das waldreichste Bundesland und diese Waldfläche wächst jedes Jahr.

Regionale Unterschiede

Bayerns Wälder sind vielfältig. Während in Süd- und Ostbayern die Fichte dominiert, sind die Wälder Unterfrankens durch Buchen und Eichen geprägt. Die häufigste Baumart ist heute noch immer die Fichte, diese wurde in der Vergangenheit aufgrund ihrer soliden Holzeigenschaften und ihres schnellen Wachstums gerne angebaut. Im Zuge des Klimawandels hat sich jedoch die Fichte als anfällig für Kalamitäten und damit als risikoreich gezeigt. Heute achten die Waldbesitzer auf Grund des Klimawandels auf einen intensiven Anbau und Waldumbau mit Laubhölzern und anderen Mischbaumarten. Diese Bemühungen führen zudem zu einer naturnahen Bewirtschaftung.

Waldbesitz ist breit gestreut

Rund 60% der Waldfläche Bayerns gehören privaten Besitzern und Besitzerinnen, insgesamt gibt es in Bayern rund 700.000 private Waldbesitzer. Oft sind die Waldflächen klein oder in viele unzusammenhängende Parzellen zerstückelt. Um die Nachteile dieser kleinflächigen Strukturen auszugleichen, haben  die Waldbesitzer Forstliche Zusammenschlüsse, die so genannten Waldbesitzervereinigungen (WBV) bzw. Forstbetriebsgemeinschaften (FBG), gegründet. In ganz Bayern stehen die forstlichen Zusammenschlüsse den Waldbesitzern mit Rat und Tat zur Seite. Über die „Förstersuche“ finden Sie Ihre örtlichen Ansprechpartner der Ämter und der jeweiligen Forstlichen Zusammenschlüsse.

Hilfe bei der Bewirtschaftung

Alle Waldbesitzer, unabhängig von Waldbesitzgröße, forstlichem Wissensstand oder Ausrüstung, haben Anspruch auf eine fachmännische Bewirtschaftung. Deshalb stehen die Mitarbeiter der Forstlichen Zusammenschlüsse und der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) beratend und unterstützend zu Seite.

Vielfältige Leistungen für die Gesellschaft

Durch Waldbewirtschaftung wird einer unserer umweltfreundlichsten Rohstoffe, das Holz, bereitgestellt. Gleichzeitig sichern die Waldbesitzer durch ihr Tun im ländlichen Raum eine Vielzahl an Arbeitsplätzen. Der Wald ist auch Erholungsraum Nr. 1 für die lokale Bevölkerung, schützt Menschen und Siedlungsräume vor Naturgefahren und in den Böden bildet sich sauberes Trinkwasser. Eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten leben im Wald, der die biologische Vielfalt in Bayern erhält und erhöht. Durch Verwendung des klimafreundlichen, nachwachsenden Rohstoffes Holz können Sie als Kunden in vielen Bereichen aktiv den Kohlenstoffausstoß verringern und somit Ihren CO2 Footprint wesentlich verbessern.

Diese Leistungen lassen sich nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten unterteilen. Eine bestmögliche Erfüllung aller Leistungen und Ansprüche ist das erklärte Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung. 

 

Rohstoffquellen

Rohstoffquellen

Holz als vielseitiger Rohstoff versorgt die Wirtschaft im ländlichen Raum
Wirtschaftsmotor

Wirtschaftsmotor

Die Forst & Holzwirtschaft ist eine wichtige Säule der bayerischen Wirtschaft
Erholungsraum

Erholungsraum

Der städtischen Bevölkerung bietet der Wald vielfältige Erholungsmöglichkeiten
Schutzfunktion

Schutzfunktion

Unsere Wälder schützen uns vor Lawinen, Hochwässern und versorgen uns nachhaltig mit sauberem Trinkwasser
Artenvielfalt

Artenvielfalt

Unsere Wälder liefern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt
Klimawirkung

Klimawirkung

Holz speichert CO2, durch Holzverwendung lässt sich so unser Klima nachhaltig schützen