Rohstoff, Klimaschutz, Naturschutz; Was Bäume alles leisten


Bayerns Bäume sind wahre Allrounder – Sie liefern saubere Luft, frisches Trinkwasser, sind Naturschützer, erzeugen einen nachhaltigen Rohstoff und bieten auch noch Arbeitsplätze. Grund genug ihnen einen eigenen Tag zu widmen.

Jedes Jahr am 25. April feiert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Zusammenarbeit mit Forstämtern, Städten, Kommunen und Waldbesitzern den Tag des Baumes. Seit 1952 werden an diesem Tag von Politkern, Personen des öffentlichen Lebens und normalen Bürgern Bäume in Alleen, Parks, öffentlichen Grundstücken oder eben im Wald gepflanzt.


Bayerns Bäume liefern saubere Luft, frisches Trinkwasser, sind Naturschützer, erzeugen einen nachhaltigen Rohstoff und bieten auch noch Arbeitsplätze.

Bayerns Bäume liefern saubere Luft, frisches Trinkwasser, sind Naturschützer, erzeugen einen nachhaltigen Rohstoff und bieten auch noch Arbeitsplätze. 
© Johann Koch



Somit wird ein Zeichen für die Zukunft gesetzt und die großartigen Leistungen der Bäume in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Was die Öffentlichkeit am 25. April getan hat, wird von den bayerischen Waldbesitzern, egal ob staatlich, kommunal oder privat, fast das ganze Jahr über getan. Egal ob durch aktive Pflanzung oder durch waldbauliche Eingriffe, die die Naturverjüngung fördern: Die bayerische Forstwirtschaft erntet nicht nur das Holz, sondern sie schafft auch Platz für junge Bäume und vermehrt so unseren Wald. In den letzten 10 Jahren ist die mit Waldbäumen bestockte Fläche um rund 7.400 Hektar angewachsen, das sind ca. 10.300 Fußballfelder.
 
Holz ist ein wahrer Allrounder
Und das ist gut so, denn die Bäume in Bayerns Wäldern erbringen enorme Leistungen: Sie liefern mit dem Rohstoff Holz einen wahren Allrounder unter den Werkstoffen: von Brettern und Balken bis hin zu Kinderspielzeug, von Möbeln bis zu Papier – über 10.000 Produkte können aus Holz hergestellt werden. Und da die bayerische Forstwirtschaft unseren Wald nachhaltig bewirtschaftet, also nur so viel erntet wie auch nachwächst, wird der Rohstoff für all diese Produkte auch nicht knapp. Und das Beste daran: Holz wächst quasi vor der Haustür und man stärkt zudem noch die regionale Wirtschaft.
 
                                                                                                                               © proHolz Bayern

Wer Holzprodukte verwendet, betreibt nebenbei auch aktiven Klimaschutz – in Zeiten des Klimawandels ein überzeugendes Argument. Bäume verwandeln klimaschädliches Kohlendioxid mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht in lebensspendenden Sauerstoff und wertvolles Holz. Wald und Holzprodukte in Bayern speichern derzeit ca. 2,7 Mrd. t CO2 und damit den gesamten CO2-Ausstoß Bayerns der letzten 30 Jahre. Holz kann auch viele Produkte ersetzen, die in ihrer Herstellung sehr energieaufwändig sind, wie z.B. Stahl, Beton oder Kunststoffe. Dadurch können Holzprodukte und Holzenergie zu einer Vermeidung von 23,5 Mio. t CO2 pro Jahr beitragen. „Wer zu heimischen Holz unserer Waldbesitzer greift, zum Beispiel in Form von Brettern, Dielen, Möbeln oder gar einem Holzhaus, bringt Sonne in sein Leben und schützt das Klima", erklärt Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern das Wunderwerk "Baum". 

Holznutzung und Naturschutz – kein Widerspruch sondern eine gute Ergänzung
Forstwirtschaft und Naturschutz ist kein Widerspruch. Seit Jahren bauen die bayerischen Waldbesitzer ihre Wälder aktiv zu klimatoleranten, risikoarmen Mischwäldern um. Dadurch werden Struktur und Vielfalt erhöht. Durch das Belassen einzelner Bäume als Totholz oder als Biotopbäume werden Lebensräume für Tiere geschaffen und so die Artenvielfalt zusätzlich gesteigert. Eine behutsame, nachhaltige Forstwirtschaft vereint Holznutzung, Klimaschutz und Naturschutz. Der Tag des Baumes soll Anlass sein, diesen Weg der integrativen Forstwirtschaft zu würdigen und ihn weiter zu gehen.

Quelle: proHolz Bayern