Hier finden Sie die WBV/FBG in Ihrer Nähe10 Dinge, die Waldbesitzer wissen sollten!

Herzlichen Glückwunsch! Sie besitzen eine Waldfläche/ein Stück Wald. Sicherlich haben Sie nun einige Fragen, wie Sie Ihr neues Eigentum am besten nutzen und bewirtschaften. Dafür haben wir für Sie zehn wichtige Informationen zusammengestellt:

Kostenfreie Beratung

Jeder Waldbesitzer kann sich an eines der 47 Bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) wenden. Die Revierförster stehen Ihnen für eine unabhängige und unverbindliche Beratung zur Verfügung. Dieser Termin findet in der Regel direkt in Ihrem eigenen Wald statt und ist kostenfrei.

Hier finden Sie das für Sie zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit Ihren, für Sie zuständigen, Revierförstern

Finanzielle Förderung

Unsere Wälder haben wichtige Funktionen: Da Bäume Kohlenstoff binden, schützen sie unser Klima, außerdem reinigen sie die Luft und in den Böden unter Wäldern wird sehr viel Grundwasser neu gebildet. Außerdem ist der Wald ein bedeutsamer Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Deshalb ist im Bayerischen Waldgesetz festgeschrieben, dass unsere Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden müssen, um all diese Funktionen auch für kommende Generationen zu erhalten.

Der Bayerische Staat unterstützt Sie als Waldbesitzer darin, diese wichtige Aufgabe zu erfüllen. Deshalb gibt es für viele verschiedene Maßnahmen, die Sie in Ihrem Wald umsetzen, Fördermittel, die Sie gemeinsam mit Ihrem Förster beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beantragen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema forstliche Förderung

Waldpflege

Sie als Waldbesitzer haben es in der Hand, Ihre Bäume gesund und stabil zu erhalten. Besonders vitale Bäume werden durch die Durchforstung zusätzlich gestärkt und mit einer standortgerechten Verjüngung legen Sie die Grundlage für Ihren Wald der Zukunft. Zur Waldpflege zählt auch der Waldumbau, das gezielte Umwandeln von Wäldern, die vorrangig von einer Nadelbaumart (v. a. Fichte) dominiert werden, zu stabilen Mischwäldern aus Nadel- und Laubholzbäumen. Diese sind weniger anfällig für Windbruch und Schädlingsbefall. Hier erfahren Sie mehr zur Waldpflege

Holzernte

Mit der Holzernte schaffen Sie in Ihrem Wald freie Flächen mit intensiverem Lichteinfall. Dadurch können bisher beschattete Exemplare besser wachsen. Daher ist die Holzernte gleichzeitig auch Waldpflege. Besonders junge Bäume brauchen Licht, um gedeihen zu können, aber auch verschiedene Tiere und Pflanzen profitieren von den nun besser belichteten Flächen.

Das Holz aus Ihrem Wald können Sie entweder selbst nutzen oder verkaufen. Bei der Holzernte und –vermarktung erhalten Sie Unterstützung über Ihre WBV/FBG sowie bei weiteren Institutionen und Verbänden.

Hier finden Sie die WBV/FBG in Ihrer Nähe

Waldgesetz und andere Regeln

Als Waldbesitzer sind Sie an die Regeln und Gesetze des Bayerischen Waldgesetzes gebunden. Darin sind die Grundlagen einer sachgemäßen, nachhaltigen Bewirtschaftung Ihres Waldes beschrieben sowie konkrete Vorgaben, zum Beispiel für Rodung und Kahlhieb, Erst- und Wiederaufforstung sowie verschiedene Schutzwaldkategorien definiert.

Außer an das Waldgesetz sind Sie auch an das Naturschutzgesetz und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) gebunden. Die Bayerische Forstverwaltung hat die relevanten Gesetze rund um Wald und Waldbesitz übersichtlich zusammengestellt.

Hier finden Sie den Link zur Broschüre "Waldgesetze und andere Rechtsvorschriften - Wegweiser für bayerische Waldbesitzer" der Bayerischen Forstverwaltung.

WBVen/FBGen

Bereits vor über 50 Jahre haben sich Waldbesitzer zusammen geschlossen und die Waldbesitzervereinigungen (WBVen) und Forstbetriebsgemeinschaften (FBGen ) gegründet. Diese sogenannten Selbsthilfeeinrichtungen beschäftigen Förster, die die Mitglieder bei der Holzvermarktung, Holzernte und Waldpflege unterstützen. Die meisten Zusammenschlüsse bieten zudem ein „Rund-um-Sorglos Paket“, einen Waldpflegevertrag an, mit dem die Arbeiten im Wald für Sie erledigt werden.

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Zusätzlich erhalten bayerische Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer auch bei weiteren Institutionen und Verbänden Informationen und Unterstützung für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder.

Fortbildung

Für Waldbesitzer gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich forstlich weiterzubilden. Die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse bieten dazu Führungen, Abendkurse und Vorträge an. Wenn Sie Interesse an einer umfangreicheren Fortbildung haben, können Sie einen der zahlreichen Kurse an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim besuchen.

Hier kommen Sie direkt zum Lehrgangsprogramm der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim.

Verkehrssicherung

Wenn durch ihren Wald eine öffentliche Straße führt, haben Sie eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen dafür sorgen, dass die Verkehrsteilnehmer nicht durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume gefährdet werden. Sie erfüllen diese Pflicht, wenn Sie die öffentlichen Straßen regelmäßig kontrollieren. Wenn nötig, müssen Sie die Gefahrenquellen entfernen.

Arbeitssicherheit

Die Arbeit im Wald gehört immer noch zu den besonders gefährlichen Arbeiten. Gerade bei der Holzernte kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen, die während eines Maschineneinsatzes (z.B. Motorsäge) oder durch  umstürzenden Bäume bzw. abbrechende Äste hervorgerufen werden können. Um Unfälle zu vermeiden, müssen verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Dazu zählen das Tragen von Schutzkleidung während der Waldarbeit, die Arbeit zu zweit beim Umgang mit der Motorsäge oder Seilwinde, Sicherheitsabstände zu den fallenden Bäumen (doppelte Baumlänge) oder Maßnahmen zur ersten Hilfe.

Als Waldbesitzer sind Sie dazu verpflichtet, darauf zu achten, dass diese Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Das gilt sowohl, wenn Sie selbst die Tätigkeiten ausführen, als auch besonders, wenn Dritte für Sie Arbeiten übernehmen. Weitere Informationen rund um das Thema Unfallverhütung und Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit entnehmen Sie den Fachinformationen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Mitgliedschaften

Als Waldbesitzer sind Sie Pflichtmitglied in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Über diese Mitgliedschaft sind Sie Unfall versichert.

Außerdem sind Sie in der Regel Mitglied einer Jagdgenossenschaft, denn Ihre Waldfläche gehört mit den umliegenden Waldflächen zu einem Jagdbezirk. Dieser wiederum wird in Jagdreviere untergliedert, die von einem oder mehreren Jägern betreut werden. Bei Verbissschäden in Ihrem Waldbesitz können Sie sich an Ihre Jagdgenossenschaft wenden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur SVLFG

 

Beratung

Beratung

Als Waldbesitzer erhalten Sie eine kostenlose Beratung durch ihren Förster
Forstliche Förderung

Forstliche Förderung

Der Freistaat Bayern unterstützt seine Waldbesitzer finanziell bei der Bewirtschaftung
FAQ

FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen
Waldgesetz

Waldgesetz

Das Waldgesetz regelt den Umgang
mit den bayerischen Wäldern